Viele Unternehmen schauen fast ausschließlich auf eine Zahl: die durchschnittliche Sternebewertung. Dabei achten sowohl Kunden als auch Google auf mindestens zwei weitere Faktoren, die oft übersehen werden – wie viele Bewertungen es insgesamt gibt und wie aktuell die letzten davon sind.
Kunden sind vorsichtig geworden. Ein sehr hoher Durchschnitt bei einer sehr kleinen Anzahl an Bewertungen wirkt schnell wenig belastbar – ein einzelner enttäuschter Gast könnte den Schnitt sofort kippen. Ein etwas niedrigerer Durchschnitt bei einer großen, breiten Basis an Bewertungen wirkt dagegen glaubwürdiger, weil er auf mehr echten Erfahrungen beruht.
Ein Geschäft entwickelt sich weiter – neues Personal, renoviertes Interieur, angepasste Karte. Bewertungen, die zwei oder drei Jahre alt sind, spiegeln oft nicht mehr den aktuellen Zustand wider. Kunden ist das bewusst: Viele achten beim Durchklicken gezielt auf das Datum der letzten Einträge, bevor sie sich eine Meinung bilden.
Google bewertet ein Profil nicht nur nach dem reinen Durchschnittswert. Regelmäßiger, aktueller Bewertungseingang ist ein Signal dafür, dass ein Unternehmen aktiv betrieben wird und bei Kunden präsent ist – ein Aspekt, der auch in die lokale Sichtbarkeit hineinspielt (mehr dazu im Artikel Google-Bewertungen und lokale Sichtbarkeit).
Statt nur auf die Sternezahl zu starren, lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf zwei weitere Kennzahlen: Wie viele neue Bewertungen kamen in den letzten drei Monaten hinzu? Und wie lange liegt die letzte Bewertung insgesamt zurück? Beide Werte lassen sich mit etwas Routine aktiv positiv beeinflussen.
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