Google Maps ist für die meisten Unternehmen die mit Abstand wichtigste Bewertungsplattform – und zurecht der Ort, an dem Reputationsarbeit zuerst ansetzt. Wer sich aber ausschließlich auf Google konzentriert, übersieht leicht, dass die eigene Reputation an mehreren Stellen gleichzeitig entsteht.
Je nach Branche spielen weitere Plattformen eine eigene Rolle: Hotels und Gastronomiebetriebe werden zusätzlich auf Tripadvisor, Booking.com oder Yelp bewertet, Arztpraxen auf Portalen wie Jameda. Kunden, die vor einer Entscheidung recherchieren, springen oft zwischen mehreren dieser Quellen hin und her, statt sich auf eine einzige zu verlassen.
Besonders kritisch wird es, wenn das Bild zwischen den Plattformen stark auseinanderfällt – etwa ein sehr gutes Google-Profil neben einem vernachlässigten, seit Jahren nicht aktualisierten Profil auf einer zweiten Plattform. Das wirkt auf aufmerksame Kunden schnell inkonsistent und wirft die Frage auf, welches Bild denn nun stimmt.
Das bedeutet nicht, dass jede Plattform gleich viel Aufmerksamkeit braucht. Sinnvoll ist es, zunächst die ein bis zwei Plattformen zu identifizieren, auf denen die eigene Zielgruppe tatsächlich aktiv recherchiert, und dort ein Mindestmaß an Pflege sicherzustellen – aktuelle Kontaktdaten, ein reagierter Umgang mit Kritik, ein grober Überblick über den Gesamteindruck.
Nichts davon ändert daran, dass Google Maps für die meisten Branchen der Ort mit der größten Reichweite und dem größten Einfluss auf die Kaufentscheidung bleibt (siehe auch Warum Online-Reputation heute über Kunden entscheidet). Ein sauberes Google-Profil ist der richtige erste Schritt – nur eben nicht zwangsläufig der letzte.
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